Blog: Maria

Das IPK im Radiokolleg

Am 3. Feber suchte mich ORF-Redakteur Nikolaus Scholz abends für ein Interview auf. Aus einer halben Stunde Interview wurde eine ganze, und heute konnte ich den ersten Teil des „Radiokolleg - Pflege in Österreich“ von Ö1 hören: Radiokolleg vom 26.02.2018 (40,6 MB - 24:11 min).

Interview mit ORF-Redakteur Nikolaus Scholz

Grüße auch an meine Freunde in den Häusern der Generationen Götzis, die mit ihrer ausgezeichneten Arbeit vorgestellt werden.

Diplomierte Mentaltrainerin

Die Fähigkeit, mich mental selber stärken zu können, hatte mir bisher gefehlt. Als ich mir 2015 am Kreuzfahrtschiff den Oberarm brach und zwei Tage mit fast unerträglichen Schmerzen ausharren musste, stellte ich an mir fest, dass ich mental relativ schwach bin. Im Krankenhaus angekommen, hatte ich 12 Tage Zeit zu recherchieren, was könnte helfen?

Ich entdeckte die Ausbildung zur Diplomierten Mentaltrainerin an der Vitalakademie in Salzburg. Noch im Krankenhaus liegend, meldete ich mich an. Sofort nach Wiederherstellung meiner Beweglichkeit begann die Ausbildung. Mit 128 Theorie - Unterrichtsstunden, 193 nachgewiesenen Praktikumsstunden, einigen Wissenstests und der Erstellung der mit ausgezeichnet bewerteten Diplomarbeit wurde mir heute, am 10. Juli 2016 das Diplom überreicht.

Eigentlich wollte ich die Ausbildung für meine mentale Stärke machen. Jedoch wurde mir nach den ersten Unterrichtstagen klar, ich kann die Inhalte auch für mein IPK, für die Fortbildungen mit Pflegepersonen und für alle mir wichtigen Menschen anwenden.

Bild ohne Beschreibung Meine Diplomarbeit, wie könnte dies anders sein, behandelte das Thema „Gefühlsarbeit in der Begleitung alter Menschen.“ Mein Ziel der Arbeit war, den Beruf Gesundheits- und Krankenpflege mit Mentaltraining zu verbinden. Der theoretische Background bestand aus der Gegenüberstellung des Begriffes Ressourcen in Gesundheits- und Krankenpflege und Ressourcen im Mentaltraining. Die Wirkung von positiven und negativen Gefühlen auf das „Mensch-Sein“ wurden wissenschaftlich beleuchtet. Ich habe auch meine Erfahrungen von Mentaltraining mit alten Menschen, Pflegepersonen und mir selber in meine Arbeit einbringen können.

Seit dieser Ausbildung, ich weise immer wieder auf die Intensität hin - ich musste noch in keiner meiner bisherigen Ausbildung so hart arbeiten, wende ich mein Wissen allseits an. Die Zuhörer in meinen Ausbildungen und Vorträgen nehmen die Tipps aus dem Mentaltraining, sich selber zu stärken, sehr gerne und dankbar an.

Doktorat

Von 2010 bis 2012 studierte ich im Doktoratsstudium der UMIT und arbeitete an meiner Dissertation.

Bild ohne Beschreibung Am 11. 4. 2012 erhielt ich von der UMIT den akad. Grad „Dr. phil.“ Meine kumulative Dissertation zum Thema „Heimbewohner sein - Eine Herausforderung für die Identät“ trug zum Gesamturteil „magna cum laude“ bei. Nur mit Mühe konnte ich anfangs meine Professorin von der Wichtigkeit der Identität gerade für alte Menschen überzeugen.

Für den theoretischen Rahmen wählte ich die Identitätstheorie von H. Petzold, weil Petzold zu den Theoretikern und Forschern der Gerontologie zählt, die sich konkret für die Stärkung von Identität im Alter und bei Heimbewohnern einsetzen. Die Aufrechterhaltung der Alterswürde ist in seinen Forschungsergebnissen und Publikationen ein zentrales Thema. Zudem engagiert sich Petzold seit 1977 für die Gerontotherapie in Österreich und hat mit seinen Forschungsergebnissen wesentlich zur Qualitätsverbesserung in Österreichs Alten- und Pflegeheimen beigetragen.

Bild ohne Beschreibung Die von ihm vorgeschlagene Metapher der fünf Säulen, die die menschliche Identität tragen, ergibt eine gute Grundlage für die Pflegepraxis, um individuelle Schwerpunkte des Lebens alter Menschen aufzuschreiben (Riedl, 2012). Die fünf Säulen sind seit 2006 Teil der Grundlagen meines Integrativen Pflegekonzeptes®.

Als Teil der Dissertation im Juli 2012 zum Thema „Heimbewohner sein – eine Herausforderung für die Identität“ wurden zwei Artikel im Peer-Review-Verfahren in zwei Pflegezeitschriften veröffentlicht:

  • Publikation 1 in Pflegewissenschaft (Printernet) 05/2011: Psychophysische und soziale Veränderungen älterer Menschen durch den Heimeinzug – eine systematische Literaturrecherche

  • Publikation 2 in Pflegezeitschrift Kohlhammer 05/2012: Heimbewohner sein – eine Herausforderung für die Identität
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  • Publikation 3: Die Hindawi Publishing Corporation (www.hindawi.com) veröffentlicht wissenschaftliche Forschungsartikel aus vielen akademischen Bereichen unter der "Creative Common Attribution License". "Nursing Research and Practice" ist ein peer-reviewed Journal mit freiem Zugang. Es veröffentlicht originale Forschungsberichte, Reviews und klinische Studien. Für die Spezialausgabe "Advanced Nursing Practice for Older People" wurde ich zur Einreichung eines Artikels eingeladen.

Ich freue mich, dass "Being a Nursing Home Resident: A Challenge to One's Identity" von Maria Riedl, Franco Mantovan, and Christa Them ab April 2013 weltweit frei zugänglich ist:

www.hindawi.com/journals/nrp/2013/932381/
Das Ergebnis meiner Forschung zeigt auf, welche Veränderungen ältere Menschen durch den Heimeinzug bewältigen und wie sie das erste Jahr als Heimbewohner emotional erleben.

UMIT-Studium

2007 startete ich mein UNI-Studium der Pflegewissenschaft an der UMIT Hall/Tirol.

Bild ohne Beschreibung Heuer schließe ich das Magisterstudium für Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Geriatrische Pflegeexpertise an der Universität UMIT in Hall bei Innsbruck ab. Die vorgelegte Magisterarbeit über das Erleben kognitiver Beeinträchtigungen dementierender Menschen mit qualitativer Auswertung von 21 Interviews ist gelungen. Die Genehmigung der Interviews mit Dementierenden war so gar nicht einfach, meine Erfahrungen in der Pflege alter Menschen und die Zusicherung, dass kein Proband mit diagnostizierter Demenz in die Studie aufgenommen würde, überzeugte die Ethikkommission schliesslich.

Bei der Literaturarbeit stellte ich fest, dass mein „Integratives Pflegekonzept“ voll im Trend liegt, die Entwicklung der Betagtenpflege in Österreich auch teilweise mitbestimmt hat.
Im Feber 2009 schließe ich als Magistra der Pflegewissenschaften ab, doch ich will noch das Doktoratsstudium anschließen!

Pflegekongress Villach

„Altern in Würde - Angewandte Biografiearbeit“

Bild ohne Beschreibung Dieses Jahr erhielt der Verein AGPK die Chance, das Programm der 3. Kärntner Pflegekonferenz am 15. Mai im Congress Center Villach eigenständig zu gestalten.

Sozialreferentin Gab Schaunig war von der "Angewandten Biografiearbeit" und ihrer Umsetzung im Seniorenheim Arnoldstein und im Marienheim Spittal/Drau so überzeugt, dass sie uns das Kongressprogramm allein überließ und die Organisation rundum übernahm.

Das war eine wunderbare Situation, wir konnten ohne finanzielles Risiko starten und das Zielpublikum, die Gesundheits- und Krankenpflegepersonen aus Kärnten und darüber hinaus, wurden ohne Eintrittspreis eingeladen und noch verköstigt.

Wir begannen die Veranstaltung mit Trommeln einer Djembengruppe der Volksschule Werfenweng mit einer Präsentation von Bildern zum Thema Biografie.

Bild ohne Beschreibung Es gelang uns auch, Prof. Petzold als Hauptredner zum Pflegekongress zu gewinnen. Sein Thema war: Persönliche Integrität - die Würde des alten Menschen in der Institution „Heim“.

In dieser Zeit entdeckte ich, dass Hilarion Petzold 1965 das erste Mal über das Arbeiten mit Lebensgeschichten publizierte, wie er im Sammelband „Lebensgeschichten erzählen“ beschreibt (Verlag Junfermann 2003). Dort ist auch die Identitätstheorie Petzolds mit den fünf Identitätssäulen enthalten, beschrieben von seiner Mitarbeiterin Ilse Orth.

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AGPK-Obfrau

AGPK-Obfrau - Theoretische Grundlegung des IPK

2002 wurde ich einstimmig zur Obfrau des gemeinnützigen Vereins AGPK gewählt. 2003 endete die Zusammenarbeit mit Erwin Böhm, er trat aus der AGPK aus. Mein Dank gilt ihm für seinen Anstoß zum Umdenken, zur Neuorientierung.

Bild ohne Beschreibung Aufgrund meiner eigenen Entwicklung für die Allgemeine Pflege benannte ich 2005 das Pflegekonzept auf Anraten von Prof. Petzold: „Das Integrative Pflegekonzept“.
Das integrative Pflege­konzept IPK® ist als Internationale Marke eingetragen, somit sind meine Erfahrungen gut geschützt.

Um meine Ideen zur Pflege an alle Pflegenden und Betreuenden weiterzugeben, verfasste ich 2005 drei Bücher zum IPK, denen 2006 "Leben bis zuletzt" und 2008 nach zweijähriger Erprobung die IPK-Pflegediagnosen folgten.

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Ich möchte meine Bücher meinem Vater widmen, der mit der Krankheit Alzheimer sechzehn Jahre lang lebte und 2002 zu Hause verstarb. Im selben Jahr 2002 übernahm ich den gemeinnützigen Verein AGPK.

Pflegelehrerin

1996 beschloss ich, den Hochschulllehrgang für Lehrendes Pflegepersonal an der Universität Salzburg zu absolvieren. Ich nützte die Zeit für eine Forschungsarbeit: „Die Effizienz der Böhmpflege.“

Bild ohne Beschreibung Nach Abschluss meiner Ausbildung nahm ich 1998 die Stelle als Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege in der Schule in Schwarzach im Pongau an. Es war eine besondere Chance durch das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz 1997 entstanden. Die Fächer Geriatrie, Pflege von alten Menschen und Hauskrankenpflege wurden viele Jahre vom mir unterrichtet. Der praktische Auftrag meiner Lehrertätigkeit war, mit den Mitarbeitern von Heimen der Region Pongau zusammen zu arbeiten, um die Schüler praktisch anzuleiten.

Modellstation

Bild ohne Beschreibung Mit 14. Feber 1994 wurde die Station Interne Parterre unter meiner Leitung vom Amt der Salzburger Landesregierung zur Modellstation für Reaktivierende Krankenpflege ernannt. Die meisten Patienten konnten rehabilitiert werden, die Verweildauer war markant kürzer geworden.

Eine für das Team erfolgreiche Zeit begann. Nicht immer war es leicht, den Fragen und Zweifeln von Mitarbeitern anderer Stationen im Haus Stand zu halten. Dafür wurde die Arbeit unserer Station für andere Krankenhäuser und Altenheime interessant. Die ersten Praktikanten kamen nach St. Veit. Ich wusste, wir waren am richtigen Weg, wir konnten Interessierten aus allen deutschsprachigen Ländern unser Pflegekonzept vermitteln.

Es entwickelte sich parallel zur Böhm-Idee für die Psychiatrie die Riedl-Idee für die allgemeine Pflege und für den Heimbereich. Die ersten Heime im Bundesland Salzburg zeigten Interesse an der neuen Idee, die an meiner Station „angeschaut“ werden konnte.

Ich blieb engagiert an meinem langjährigen Thema. Fortbildungen, praktische Erfahrungen, Literaturrecherchen, ständige Weiterentwicklung, Zusammenarbeit mit Pflegepraktikern und kritische Auseinandersetzung mit den Aufgaben von Pflegepersonen ließen mein Konzept entstehen. Das Integrative Konzept für psychobiografische Reaktivierung und identitätsstärkende Biografiearbeit mit dem integrativen Pflegeprozess ist jetzt für die Anwender fertig, entworfen von mir und erprobt zusammen mit vielen langjährigen Mitarbeitern, die ich hier nicht aufzählen kann.

Verein AGPK

1990 Verein AGPK Bild ohne Beschreibung

Ich arbeitete mit Böhm sehr eng zusammen, wir gründeten den Verein AGPK, um die Ideen weiter zu verbreiten. Oberpfleger Böhm kam aus der psychiatrischen Pflege, ich aus der allgemeinen Pflege. Das gemeinsame Ziel war eine „Krankenpflege als Brücke in den Alltag“, wie das erste (und m. E. beste) Buch von E. Böhm hieß.

Bild ohne Beschreibung Aus anfänglichen Impulsreferaten entstanden Kursreihen zur so genannten Böhmpflege. Durch meine Arbeit als Stationsleitung verbreiteten sich die Ideen auch in meinem Bereich, der Allgemeinen Pflege und Altenpflege, sehr schnell, die Exkursionen und Einladungen in Schulen und zu Kongressen wurden zahlreich. So war die Anerkennung im In- und Ausland bald merkbar.

Stationsleitung

1988 Stationsleitung der Internen Abteilung - Führen im Team

1987 absolvierte ich eine Sonderausbildung zur Stationsschwester an der Krankenpflegeschule Schwarzach. Am 1. März 1988 übernahm ich die Leitung der Internen Abteilung Parterre im Landeskrankenhaus.

Mit Topwissen aus der Praxis kam ich mir bald unterfordert vor. Ich wollte zwar einerseits betagte Menschen betreuen, wollte andererseits mein Fachwissen aus der Praxis nicht verlieren. Mein Zugang zur Altenpflege war in dieser Zeit nämlich rein medizinisch orientiert, so kam es zum Veränderungswunsch.

Bild ohne Beschreibung Ab dem Jahr 1986 zeigte mein eigener Vater, damals 70-jährig, ähnliches Verhalten wie die meisten Patienten der Station. In der gewohnten Umgebung daheim war er für meine Mutter auffällig durch besondere Sturheit, wie sie das nannte, aber in fremder Umgebung fand er sich immer schwerer zurecht und zeigte Verhalten, das für die gesamte Familie befremdlich war. Ich suchte Rat und Wissen für meine Arbeit in St. Veit, aber auch für den Privatbereich. Ich notierte mir viele Erlebnisse mit meinem Vater und veröffentlichte sie 2008 in "Leben bis zuletzt".

LKH St. Veit

Da mich die Arbeit in der LNK weder medizinisch noch pflegerisch ausfüllte, wechselte ich nach eineinhalb Jahren, am 10. Juni 1985, an das Landeskrankenhaus St. Veit. In der Sonderpflege werden zum Großteil Patienten, die seit Jahrzehnten in psychiatrischer Behandlung sind, bis an ihr Lebensende gepflegt. Meine Hauptaufgabe bestand in der Beschäftigungstherapie und Beobachtung der Patienten.

Bild ohne Beschreibung 1985 ließ ich mich an die Interne Abteilung des Landeskrankenhauses St. Veit versetzen. Es wurde eine besondere Herausforderung. Die Abteilung hieß zwar Interne Abteilung, war aber mit einer Akutabteilung nicht zu vergleichen. Auf der Station waren vierundzwanzig systemisierte Betten eingerichtet. Die Patienten sehr hohen Alters kamen zum Großteil aus diversen Fachstationen des Akutbereiches. Sie bekamen bei uns die Chance, für die Entlassung nach Hause vorbereitet zu werden.

Einige Patienten mussten bei uns auf einen Heimplatz warten, es war zur damaligen Zeit nicht selten, dass Patienten drei Monate oder länger an der Abteilung lagen. Ich wusste bald, das war die Patientengruppe, die ich pflegen wollte.

Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass mein Fachwissen bei weitem nicht ausreichte. Wir hatten an der Station nämlich nicht vorwiegend rüstige Senioren, sondern überwiegend Menschen im hohen Alter, denen die Einweisung in ein Krankenhaus aufgrund von Anpassungsproblemen mehr Probleme machte als die Einweisungsdiagnose selbst. An der Abteilung waren besonders viele Menschen mit Desorientiertheit und Verwirrtheit. Es war für mich Zeit zu lernen, Trainings für diese Symptome zu entwickeln.

PSP St. Veit

Bild ohne Beschreibung In der Arztpraxis machte ich die Erfahrung, dass vorwiegend am Freitag alte Menschen aus dem Krankenhaus entlassen wurden, wenn weder Hausarzt noch Hilfen zur Verfügung standen. Es war also kein Zufall, dass ich mich für eine Stelle im Bereich der Altenpflege umschaute. 1984 war es relativ einfach, eine Stelle in diesem Bereich zu finden.

Bild ohne Beschreibung In den Landeskliniken Salzburg, in der psychiatrischen Außenstelle der Sonderpflege in St. Veit, war mein Start. Obwohl die Arbeit in der Praxis sehr interessant und umfangreich war, wollte ich wieder am Krankenbett arbeiten.

So begann ich nach neun Jahren Ordinationstätigkeit am 1. Jänner 1984 in St. Veit in der Außenstelle der Landesnervenklinik. Seelenverwandt mit Roswitha?

Am 20. Juli 1984 schloss ich meine zweite Ehe mit dem Hauptschullehrer Lothar Riedl.

Sprechstundenhilfe

1975 folgte ich einem Angebot als Sprechstundenhilfe in eine Praxis für Allgemeinmedizin in meinem Wohnort Bischofshofen. Es wurden neun sehr lehr­reiche Jahre. Rückblickend war es eine Zeit, die mich persönlich sehr formte. In der Ordination wurde ich durch meinen damaligen Chef mit Biografiearbeit konfrontiert, um die Reaktionen von Patienten besser zu verstehen.

Beruflich konnte ich mich in der Arztpraxis in vielen Themen besonders entwickeln. Ich bildete mich weiter durch Laborkurse für blutchemische Untersuchungen, einen Kurs für Hauskrankenpflege und machte die Ausbildung für Heilmassage. In einem Zweierteam war mein Wissen und Engagement gefordert.

In den letzten Jahren in der Praxis kam aber immer öfter die Sehnsucht nach der Pflege, meinem eigentlichen Beruf.

Meine Ausbildung

Als ich nach Abschluss der Hauptschule 1970 meinen Weg in die Pflege begann, galt die Altenpflege noch als wenig attraktiv. Mit 16 Jahren trat ich als Vorschülerin bei den Luisenschwestern in Salzburg ein, um ein Jahr lang auf die Pflegeausbildung vorbereitet zu werden.
Bild ohne Beschreibung Diesem Jahr folgten drei erfolgreiche Jahre in der allgemeinen Krankenpflegeschule. Meine Zimmerkollegin Johanna und ich lernten im Wechseltakt: Ich bis ein Uhr und sie dann bis zum Morgen.

Ganzheitlichkeit Beeindruckt hat mich die vermittelte Idee der ganzheitlichen Pflege, für die das Kleeblatt als Symbol dient.

Ich konnte 1974 für die allgemeine Pflege diplomieren und damit meine Berufsberechtigung erwerben. Anschließend bekam ich eine Stelle im Operationssaal der Augenklinik zugewiesen und arbeitete dort bis 31.01.1975.